Reisen in Spanien
Eine Reise durch Spanien verbindet lebendige Städte, in denen sich das Leben draußen abspielt, eine stark regionale Küche und Landschaften von Mittelmeerstränden bis zu den Pyrenäen. Auf einer Reise kommst du vom Prado in Madrid zur Alhambra in Granada oder von den galicischen Rías zu den Buchten Menorcas, und Schnellzüge verbinden die großen Städte.
Beste Reisezeit
Frühling (April bis Juni) und Herbst (September und Oktober) passen für fast das ganze Land: milde Temperaturen, lange Tage und weniger Andrang. Im Sommer ist es im Landesinneren und in Andalusien sehr heiß, im grünen Norden von Galicien bis ins Baskenland und auf den Inseln dagegen angenehm. Im Winter bleiben die Kanaren mild, während in den Pyrenäen und der Sierra Nevada Skisaison ist.
Wohin
Madrid
Die Hauptstadt hat Prado, Reina Sofía und Thyssen in Gehweite zueinander, und das Leben findet auf der Straße statt: Tapas in La Latina, Sonnenuntergang im Retiro, Abende in Malasaña oder Lavapiés. Außerdem ist Madrid ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge nach Toledo und Segovia.
Barcelona
Eine Mittelmeerstadt mit eigenen Stränden und Gaudís Modernisme-Architektur: Sagrada Família, Park Güell und Casa Batlló. Lauf durch das Gotische Viertel und El Born, iss in der Markthalle La Boqueria und fahr auf den Montjuïc, um Stadt und Hafen von oben zu sehen.
Andalusien
Sevilla, Granada und Córdoba bewahren das maurische Erbe: den Real Alcázar, die Alhambra und die Mezquita. Dazwischen liegen die weißen Dörfer der Provinzen Cádiz und Málaga, Ronda hoch über seiner Schlucht und die wilde Küste des Cabo de Gata in Almería.
Galicien und der grüne Norden
Der Norden Spaniens ist grün und atlantisch: Santiago de Compostela am Ende des Jakobswegs, die Rías Baixas mit ihren Meeresfrüchten, die Picos de Europa zwischen Asturien und Kantabrien und San Sebastián mit dem Strand La Concha und seinen Pintxo-Bars.
Balearen
Mallorca verbindet Palma und die Serra de Tramuntana mit Buchten voller klarem Wasser; Menorca ist ruhiger, mit unbebauten Stränden und Orten wie Ciutadella; Ibiza und Formentera bieten weit mehr als Nachtleben: weiße Dörfer, Salinen und Sonnenuntergänge über dem Meer.
Kanarische Inseln
Vulkaninseln mit ganzjährig mildem Klima. Auf Teneriffa geht es hinauf zum Teide, auf Lanzarote zu Timanfaya und den Werken von César Manrique, auf Gran Canaria in die Dünen von Maspalomas, und auf La Palma und La Gomera wartet ein dichtes Netz an Wanderwegen.
Was unternehmen
Tapas essen gehen
Überall in Spanien teilt man kleine Teller an der Bar: Jamón ibérico, Tortilla de patatas, Croquetas, Pimientos de Padrón. In Granada kommt die Tapa oft gleich zum Getränk dazu, im Baskenland heißen sie Pintxos, und in Galicien steht Pulpo á feira auf jeder Karte.
Flamenco in Andalusien
Cante und Tanz in einem Tablao oder einer Peña in Sevilla, Jerez oder Granada zu erleben, gehört zu den eindrücklichsten Momenten im Süden. Im Sacromonte von Granada wird in Höhlen getanzt, die gegenüber der Alhambra in den Hang gegraben sind.
Ein Stück Jakobsweg gehen
Du musst nicht den ganzen Weg laufen: Das letzte Stück des Camino Francés ab Sarria schaffst du in fünf bis sechs Tagen zu Fuß, mit Nächten in Pilgerherbergen und kleinen Dörfern, bis du auf der Praza do Obradoiro stehst.
Buchten am Mittelmeer
Abseits der großen Strände versteckt die Costa Brava von Pinien gesäumte Buchten rund um Begur und Cadaqués, Menorca hat Macarella und Cala Turqueta, und Almería bewahrt im Naturpark Cabo de Gata eine wilde, unbebaute Küste.
Wandern in den Picos de Europa
Das Kalksteinmassiv zwischen Asturien, Kantabrien und León bietet Routen für jedes Niveau. Am bekanntesten sind die Cares-Schlucht, deren Weg direkt in den Fels gehauen ist, und die Seen von Covadonga oberhalb des Heiligtums.
Valencia mit Kindern
Die Stadt der Künste und der Wissenschaften mit ihrem Aquarium, das alte Flussbett des Turia, das heute ein langer Park ist, und der Strand Malvarrosa machen Valencia zu einer entspannten Stadt mit Kindern. Hier probierst du auch echte Paella valenciana.
Praktische Tipps
- Gegessen wird später als im übrigen Europa: Mittagessen gibt es meist ab zwei Uhr, Abendessen ab neun Uhr, vor allem im Süden des Landes.
- Für lange Strecken verbinden Schnellzüge Madrid mit Barcelona, Sevilla, Málaga und Valencia; für Dörfer und Küsten bist du mit einem Mietwagen deutlich flexibler.
- Im Sommer solltest du im Landesinneren und in Andalusien die Mittagshitze meiden und Besichtigungen früh am Morgen oder am späten Nachmittag planen.
- Buche die Alhambra, die Sagrada Família und andere stark besuchte Sehenswürdigkeiten früh, denn die Zeitfenster sind begrenzt und schnell vergeben.
- Katalonien, Galicien, das Baskenland, Valencia und die Balearen haben eine zweite Amtssprache, daher siehst du zweisprachige Schilder und Ortsnamen auf Katalanisch, Galicisch oder Baskisch.
Zu zweit, mit Familie oder Freunden
Spanien passt zu jeder Gruppe: Andalusien oder das Baskenland zu zweit, die valencianische Küste oder die Kanaren mit Familie, Madrid oder Barcelona mit Freunden. Ein Haus mit Pool oder eine zentrale Wohnung ist oft praktischer als mehrere Hotelzimmer. In Gata könnt ihr Ideen sammeln und gemeinsam Unterkunft und Route festlegen, bevor ihr bucht.
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Häufige Fragen
Wie viele Tage braucht man für Spanien?
Spanien ist zu groß für eine einzige Reise. In einer Woche kannst du Madrid mit Andalusien oder mit Barcelona kombinieren, in zwei Wochen noch den Norden oder eine Insel dazunehmen. Besser zwei oder drei Regionen wählen und sie in Ruhe erkunden.
Wann ist die beste Reisezeit für Spanien?
Frühling und Herbst sind ideal für Städte und das Landesinnere, mit angenehmen Temperaturen. Der Sommer ist Badesaison und gute Zeit für den Norden; im Winter bleiben die Kanaren und die Südküste mild, und in den Bergen kann man Ski fahren.
Fährt man in Spanien besser mit dem Zug oder mit dem Auto?
Zwischen großen Städten sind Schnellzüge schnell, bequem und halten im Zentrum. Für die weißen Dörfer, die Küste, Galicien, Asturien oder die Inseln bringt dich ein Mietwagen an Orte, die öffentliche Verkehrsmittel kaum oder nur selten erreichen.
Was sollte man in Spanien essen?
Jede Region hat ihre eigene Küche: Paella in Valencia, Gazpacho und Salmorejo in Andalusien, Pulpo und Meeresfrüchte in Galicien, Pintxos im Baskenland, Cocido in Madrid und Fabada in Asturien. Jamón ibérico, Tortilla und Olivenöl gibt es überall.